Ökologischer Land- & Weinbau KRAEMER Silvaner Muschelkalk 2016

Ökologischer Land- & Weinbau KRAEMER Silvaner Muschelkalk Bio 2016

€19,90 EUR
Inhalt: 0,75 l (€26,53 EUR / 1 Liter)
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Ökologischer Land- & Weinbau KRAEMER Silvaner Muschelkalk 2016

Ökologischer Land- & Weinbau KRAEMER Silvaner Muschelkalk Bio 2016

€19,90 EUR
Inhalt: 0,75 l (€26,53 EUR / 1 Liter)
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Region:
Franken
Jahrgang:
2016
Gebindegröße:
Weinflasche 0,75 l
Hinweis:
Ungewohntes Geschmacksbild, vegan
Alkoholgehalt:
12,5 % vol
Herkunft:
Deutschland
Rebsorten:
Silvaner
Allergene:
Enthält Sulfite
Restzucker:
< 1,0 g/l
Bio:
Wein Bio Zertifiziert
Artikel-Nr.:
8990001

Stephan Krämer hat sich das Ziel gesetzt, absolut unverfälschte und naturbelassene Terroir-Weine zu erzeugen. Und sicherlich ist der Silvaner die „fränkischste“ aller Rebsorten – und nicht zuletzt ein Terroir-Träger par excellence. Umso spannender ist es da natürlich, zwei Weine dieser Rebsorte parallel zu verkosten, die sich im Ausbau gleichen, aber aus unterschiedlichen Terroirs stammen – in beiden Fällen aus Steillagen im fränkischen Taubertal. Der „Silvaner Silex“ kommt aus dem „Röttinger Feuerstein“ – die Lage führt die vorherrschende Gesteinsart bereits im Namen und „Silex“ ist ein Synonym für Feuerstein. Der „Silvaner Muschelkalk“ wuchs dagegen im „Tauberzeller Hasennestle“ – rund 15 km „flussaufwärts“. Beide Weine wurden zu rund 30 % mit dem Traubengerüst eingemaischt und im offenen Bottich vergoren – der übrige, bereits abgepresste Most im großen Holzfass. Beides in Spontangärung. Danach wurden die Partien zusammengeführt und lagen über ein Jahr auf der vollen Hefe, bevor sie ohne jegliche Schönung, Filtration oder Schwefelgabe mit der Feinhefe gefüllt wurden. Beide Weine präsentieren sich im Glas daher heiter bis wolkig.

Im Duft herrschen hefige und rauchige, aber auch leicht florale Noten vor. Weil die Weine für Krämersche Verhältnisse noch recht jugendlich sind, wirken sie frisch geöffnet noch stark von ihrer „Machart“ geprägt und sehr ähnlich. Je mehr Luft sie jedoch atmen – am besten übrigens über ein paar Tage –, desto mehr zeigen sich die Unterschiede ihrer Herkunft, die sich mit zunehmender Reife noch verstärken werden. Der „Muschelkalk“ riecht bereits etwas süßlicher und weicher – auch im Mund wirkt er dann milder als der Silex. Bei dem wiederum verstärken sich die rauchigen Noten und im Mund ist er etwas kraftvoller und zupackender als der Muschelkalk – auch eine Spur herber.

Beide sind ungewöhnlich gerbstoffgeprägt, würzig, durch und durch trocken, fast mager, zeigen aber trotzdem eine Art Fülle und Schmelz auf der Zunge. Der Muschelkalk vielleicht etwas ausgeprägter als der Silex. Das faszinierendste ist jedoch ihre Frische und Strahlkraft, wie man sie so fast nirgends findet.
Wäre man diszipliniert genug, könnte man die beiden offenen Weine sicherlich über viele Tage in ihrer Entwicklung verfolgen, denn sie zeigen auch nach 72 Stunden Luftkontakt keinerlei Ermüdungserscheinungen – nur Veränderung. Die unterschiedlichen Terroirs treten dabei immer deutlicher zutage, lassen sich aber kaum in Worte fassen. Leider sind die Flaschen dann auch viel zu schnell leer. Denn trotz aller Komplexität und der ungewohnten Geschmackseindrücke sind beide Weine einfach unglaublich trinkig und lecker. Das muss man einfach selbst probiert haben. Am besten im Paarlauf.

Yook vom vinocentral-Team, 15.1.2020

Franken im Norden Bayerns, entlang der Mainschleifen, ist eine der kontinentalsten Weinregionen Deutschlands – mit warmen Sommern und kühlen Wintern. Ihre Leitrebsorte ist der Silvaner, der hier zu trockenen, erdig-mineralischen Weißweinen von großer Eigenständigkeit reift wie kaum anderswo. Drei Böden prägen die Region: Muschelkalk, Buntsandstein und Keuper – auf dem roten Buntsandstein des Untermains gedeiht zudem ein feiner Spätburgunder. Bei uns steht dafür eine Riege überwiegend biologisch arbeitender Betriebe: von klassischem Silvaner und Riesling über Buntsandstein-Spätburgunder bis zum flaschenvergorenen Sekt.

Franken

Ökologischer Land- & Weinbau KRAEMER Weingut

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