Blick in den Flaschenkeller von Georges Laval mit einer seiner Ton Figuren

Georges Laval

Cumières, Champagne

Hundertmal durch Cumières fahren ohne es zu entdecken – ein winziges Klingelschild ist alles: Hinter diesen Türen liegt einer der größten Schätze der Champagne. ... mehr lesen

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    Georges Laval Cumières 1er Cru Brut Nature Bio LB23

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    Georges Laval Cumières Les Hautes Chèvres 1er Cru Brut Nature 2018

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    Georges Laval Les Chênes Cumières 1er Cru Brut Nature 2020

    €259,00 EUR
    Inhalt: 0,75 l (€345,33 EUR / 1 Liter)
Sonnenuntergang über den Weinbergen von Georges Laval

Vincent Laval – Champagner von außergewöhnlicher Eigenständigkeit

Das Weingut liegt im Dorf Cumières, am rechten Ufer der Marne, nur wenige Kilometer von Épernay entfernt. Die Weinberge befinden sich in einem amphitheaterförmigen Talkessel mit südlich ausgerichteten Steilhängen – ein Terroir von besonderer Intensität. Kalkhaltiger Untergrund, eine teils nur 10 bis 50 Zentimeter dünne Bodenauflage über reiner Kreide sowie ein vergleichsweise warmes Mikroklima begründen den Premier-Cru-Status dieser Lagen. Zusammen mit der kompromisslos handwerklichen Arbeit der Familie Laval entstehen hier Champagner von außergewöhnlicher Tiefe und Eigenständigkeit.

Georges Laval mit einem Stück Bodenprobe in seinem herbstlichen Weinberg

Pioniere des biologischen Weinbaus

Die Familie ist seit 1694 in Cumières verwurzelt und zählt zu den ältesten Winzerfamilien des Ortes. Einen entscheidenden Wendepunkt markierte das Jahr 1971: Georges Laval stellte, inspiriert von Berichten über weltweite Pestizidbelastungen, den gesamten Betrieb auf ökologischen Anbau um – zu einer Zeit, als in der Champagne kaum jemand biologisch arbeitete. Eine mutige, wegweisende Entscheidung. Seit 1986 ist die Domaine offiziell bio-zertifiziert.
Bereits 1996 übernahm sein Sohn Vincent die Verantwortung und führte den Nachhaltigkeits- und Qualitätsanspruch nahtlos weiter. Mit einem kleinen Team von nur vier bis fünf Personen bewirtschaftet er rund vier Hektar Rebfläche – ein außergewöhnlich hoher Personaleinsatz, der die kompromisslose Qualitätsphilosophie eindrücklich unterstreicht.

Bodenschichtung im Weinberg bei Georges Laval

Handwerk ohne Kompromisse

Im Weinberg steht die Bodengesundheit im Mittelpunkt. Gedüngt wird ausschließlich mit natürlichem Kompost, die Begrünung zwischen den Rebzeilen wird gemäht statt umgepflügt, um Erosion zu vermeiden und das Bodenleben zu schützen. Ziel ist ein tiefes Wurzelwachstum in die Kreideschichten, wo die Reben Mineralien und Nährstoffe aufnehmen – die Grundlage für den mineralischen, salzig wirkenden Charakter und die Finesse der Champagner.
Kultiviert werden die drei klassischen Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay. Viele Rebstöcke sind über 30 Jahre alt, einige sogar über 70. Sämtliche Arbeiten – vom Rebschnitt über das Ausdünnen bis zur Lese – erfolgen ausschließlich von Hand. Für die Bodenbearbeitung kommen auch Pferde zum Einsatz, um Verdichtung zu vermeiden.
Im Keller setzt Vincent Laval auf traditionelle Methoden. Herzstück ist eine historische Coquard-Vertikalpresse mit 2.000 Kilogramm Fassungsvermögen – das gesetzliche Minimum in der Champagne. Sie verarbeitet die Trauben besonders langsam und schonend. Vergoren wird ausschließlich mit natürlichen, weinbergseigenen Hefen. Schönung, Filtration oder Kältestabilisierung finden nicht statt.
Der Ausbau der Grundweine erfolgt im Holz, meist über sieben bis elf Monate auf der Hefe, wobei die Fässer regelmäßig aufgefüllt werden, um starke Oxidation zu vermeiden. Nach der zweiten Gärung auf der Flasche reifen die Champagner je nach Cuvée zwischen 16 und bis zu 100 Monaten auf der Hefe. Auch die Remuage – das sorgsame Drehen und Senkrechtstellen der Flaschen in traditionellen Rüttelpulten – erfolgt hier noch in mühsamer Handarbeit.

Hydraulische Presse im Einsatz bei der Ernte bei Georges Laval
Unverfälschter Ausdruck von Cumières

Heute zählen die Champagner von Vincent Laval zu den eigenständigsten der Region. Sie entstehen in sehr kleinen Mengen – meist zwischen 8.000 und 20.000 Flaschen pro Jahr – und sind stark von ihren jeweiligen Parzellen geprägt. Besonders bekannt sind die Einzellagen-Abfüllungen wie Les Chênes, Les Hautes Chèvres und Les Longues Violes, daneben charaktervolle Non-Vintage-Cuvées aus Cumières.
Typisch ist der Verzicht auf Dosage: Die meisten Weine werden als Brut Nature degorgiert, um keinerlei Süße zuzulassen. Nur die Cuvée Les Garennes erhält eine minimale Dosage.
Stilistisch zeigen sich die Champagner weinig, stoffig und tiefgründig. Sie verbinden dichte Textur mit lebendiger Frische, ausgeprägter Mineralität und salziger Länge. Es sind Champagner mit Substanz und Energie, die sich am besten bei etwas höherer Temperatur (über 12 °C) und aus einem Weißweinglas genießen lassen – so entfaltet sich ihre aromatische Komplexität vollständig.

Weinberge von Georges Laval im Frühling
Fasskeller von Georges Laval
Reife tief blaue Trauben bei Georges Laval
Reife helle Trauben bei Georges Laval