Typisch für die Region spielt natürlich der Silvaner eine wichtige Rolle, aber auch Riesling, Müller-Thurgau oder Bacchus. Gerade bei den höherwertigen Weißweinen versteht es Jürgen Hofmann, die Säure hin und wieder durch eine wohl austarierte Restsüße zu zügeln, was den Weinen eine enorme Harmonie und einen unwiderstehlichen Trinkfluss verleiht. Eher ungewöhnlich für Franken – steht der Begriff „fränkisch-trocken“ doch seit jeher für absolut durchgegorene Weine – und auch nicht unbedingt „trendy“. Jürgen Hofmann ist kein wilder Revoluzzer, schwimmt hier aber heimlich, still und leise gegen den Trockendogma-Weißwein-Mainstream. Als Fürst-Schüler beweist er auch ein besonderes Händchen, wenn es um Rotweine geht. Hier ist es vor allem eine rare regionale Spezialität, bei der Hofmann zu Topform aufläuft.