Egly-Ouriet setzt – anders als viele andere Schaumweinproduzenten in der Champagne – auf möglichst reifes Lesegut. Das beschert ihm kraftvolle, dichte und höchst aromatische Grundweine – allesamt spontan vergoren. Die höheren Qualitäten reifen für einige Monate in gebrauchten, teilweise auch in neuen Barriques, einfachere im Stahltank. Abgefüllt wird grundsätzlich unfiltriert und ungeschönt.
Nach der zweiten Gärung in der Flasche verbleiben die Champagner zum Großteil für mindestens vier Jahre auf der Feinhefe. Die Dosage bewegt sich stets zwischen zwei und maximal vier Gramm Restzucker pro Liter. Das Ergebnis ist ein gelungener Spagat: opulente, vielschichtige und komplexe Champagner, die sich aber extrem elegant, frisch, feingliedrig und klar präsentieren. Das ist das Kunststück, das nicht jedem Winzer in der Champagne so meisterhaft gelingt: Grand Cru