2022 vinifizierte Tessa ihren ersten eigenen Wein: den Auxerrois „Käsebrod“. Entstanden ist er in der Nähe von Weinstadt Rauenberg, in kleinen, teils uralten Weinbergen, die sie und ihr Partner Christian heute bewirtschaften. Die Region war bislang eher als Traubenlieferant für große Kellereien bekannt – Masse statt Klasse. Tessa will das ändern.
Auf verwittertem Keuper wachsen Weißburgunder und Auxerrois, während Müller-Thurgau und etwas Spätburgunder auf Rotliegenden Böden stehen. Die Reben sind 40 bis 75 Jahre alt, manche Parzellen waren zwei Jahre unbewirtschaftet, bevor Tessa sie übernahm.
Während sie 2023 gleichzeitig die Lese bei Les Horrées betreute, organisierte sie von dort aus ihre erste eigene Ernte – ein Doppelspiel, das Mut, Präzision und Leidenschaft verlangte. Die Ergebnisse sprechen für sich: strahlende, mineralische, energiegeladene Weine mit burgundischer Eleganz und badischer Klarheit. Oder wie Tessa sagt: „Wir machen Wein, den wir selbst trinken wollen – frisch, vibrierend, unfiltriert, aber sauber.“