Heute werden die insgesamt rund 25 Hektar an der Côte de Rouffach, der Grand-Cru-Lage Vorbourg mit der Monopollage Clos Saint Landelin sowie dem Zinnkoepflé bei Westhalten, das ebenfalls Grand-Cru-Status genießt, biodynamisch bewirtschaftet. Im Weinberg setzt man zudem auf eine enge Pflanzung der Reben, um ein tieferes Wurzeln zu fördern. Dadurch sind sie besser gegen Trockenstress gewappnet – das Elsass bekommt bedingt durch die Vogesen grundsätzlich relativ wenig Regen ab. Außerdem ist Familie Muré fest davon überzeugt, dass die Reben so ihr Terroir stärker zum Ausdruck bringen. Die Erträge liegen mit 30-45 Hektoliter pro Hektar sehr niedrig. Zum Vergleich: Bei einem Großen Gewächs in Deutschland sind bis zu 50 hl/ha erlaubt.
Das trägt zur hohen Qualität und zur aromatischen Komplexität der Weine bei. Geerntet wird ausschließlich von Hand – anschließend folgt eine sehr schonende Ganztraubenpressung. Besonderen Wert legt man im Keller darauf, die Jahrgangsunterschiede herauszuarbeiten, anstatt sie durch den Ausbau zu überschminken.