Vom privaten Marani zum Familienweingut
Für die Georgier*innen ist der Weinkeller [georgisch: Marani] ein heiliger Ort, der das Herzstück des Hauses bildet. Auf dem Land hat nahezu jede Familie ein Qvevri im Boden eingelassen. Wer das Weinmachen in den traditionellen Tonamphoren professionell betreiben will, muss dabei auf absolute Sauberkeit achten, so wie David Mkheidze.
Jahrelang baute der Ingenieur, der in Berlin seinen Abschluss machte, in einer 500-Liter-Amphore Wein für den privaten Gebrauch aus. Dann beschloss er, nebenher Önologie zu studieren, um sein Know-how zu erweitern. 2018 gründete er in seinem Heimatdorf Kondoli das Familienweingut Kondoliwinery - Satemo und begann – wenn auch im kleinen Stil – mit dem Vertrieb. Wir lernten David auf unserer Georgienreise bei einem Speed-Tasting kennen, das die Nationale Weinagentur für unsere siebenköpfige Fachhändler*innen-Gruppe arrangierte hatte. Zwanzig große und kleine Weingüter bekamen jeweils eine Viertelstunde Zeit, um zwei ihrer Weine vorzustellen. Die Satemo-Weine gehörten zu unseren Favoriten!