Vianoce ist ein kleiner Weiler mitten in den Weinbergen. Auf dem Rücken der Hügelkette stehen gerade mal eine Handvoll Häuser, links und rechts davon geht es steil bergab. Die einzige Straße wird gesäumt von hohen Walnussbäumen, die sowohl der renommiertesten Lage „Vigna del Noce“ als vermutlich auch der Ansiedlung ihren Namen gaben.
Wohnung und Kellerei-Anlagen der Trincheros befinden sich in einem alten Herrenhaus aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1920 kauften es die Brüder Secondo und Serafino Trinchero von den Baronen Visconti di Ornavasso und begannen wenig später mit dem Weinbau.
Von der Straße aus wirkt das Anwesen trutzig, öffnet sich jedoch das große automatische Tor steht man in einem lichten, gepflegten Hof, um den sich u-förmig die Gebäude reihen. Die vierte Seite ist unbebaut und gibt den Blick in die Landschaft frei.
Die Aussicht ist beeindruckend, der wahre Schatz aber verbirgt sich unter den fünf unscheinbaren Luken, die vor der Balustrade in den Boden eingelassen sind. Es sind die Öffnungen zu den riesigen, bis zu 160 Hektoliter fassenden Zementtanks. Als wir Mitte Oktober das Weingut besuchen, ist die Gärung darin in vollem Gange.