Der Alentejo ist die Heimat der weltberühmten Korkeichen. Obwohl die Region eine 2.000 Jahre alte Weinbaugeschichte besitzt, machte die Weinproduktion Ende des vergangenen Jahrhunderts nur noch drei Prozent des portugiesischen Weinmarktes aus. Reblaus-Krise, Weltkrieg und der Befehl des einstigen Diktators Salazar, Getreide anzubauen, hatten die Tradition fast zum Erliegen gebracht. Erst EU-Fördermittel und ambitionierte Winzer wie João Portugal Ramos brachten vor rund 40 Jahren die Kehrtwende. Die Renaissance der Weinregion Alentejo war besiegelt. Und mit ihr ein neuer Weinstil mit fruchtbetonteren, zugänglicheren Weinen.
Noch heute sind weite Teile des Alentejo, dessen Fläche ein Drittel Portugals ausmacht, mit Getreide, Olivenbäumen, Weiden und Tabakplantagen bedeckt, doch dazwischen finden sich immer mehr Weingüter. Darunter auch Herdade da Calada vor den Toren der Stadt Évora im Herzen des Alentejo, deren historisches Zentrum zum UNESCO-Welterbe zählt.