A.Christmann Spätburgunder Idig Großes Gewächs Bio 2021

A.Christmann Spätburgunder Idig Großes Gewächs Bio 2021

€101,00 EUR
Inhalt: 0,75 l (€134,67 EUR / 1 Liter)
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A.Christmann Spätburgunder Idig Großes Gewächs Bio 2021

A.Christmann Spätburgunder Idig Großes Gewächs Bio 2021

€101,00 EUR
Inhalt: 0,75 l (€134,67 EUR / 1 Liter)
nur auf Vorbestellung im Laden verfügbar
Region:
Pfalz
Weingut:
A. Christmann
Jahrgang:
2021
Gebindegröße:
Weinflasche 0,75 l
Hinweis:
vegan
Charakteristik:
lebendig, mineralisch, saftig
Alkoholgehalt:
13,0 % vol
Herkunft:
Deutschland
Rebsorten:
Spätburgunder
Allergene:
Enthält Sulfite
Hofpreis*:
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Ausbau:
Spontangärung
Bio:
Wein Bio Zertifiziert, DE-ÖKO-003
Artikel-Nr.:
8202037

Klassifizierte Fläche: 6,53 ha • Ausrichtung: Südsüdost • Höhe: 150-180 m • Neigung: 20 %
Boden: tertiärer Kalkmergel, terra fusca • Rebsorten: Riesling & Spätburgunder
Intensive, dichte Weine, salzig und mineralisch, enorme Länge, fein und filigran

A.Christmann Spätburgunder Idig Großes Gewächs Bio 2022:

Idig gilt als eine der herausragendsten Herkünfte für Spätburgunder in der Pfalz. Bereits im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt, befindet sich die Lage heute im Alleinbesitz der Familie Christmann und bildet das stilistische wie emotionale Zentrum des Weinguts. Die rund vier Hektar große Monopollage ist in dieser Form eine absolute Rarität.

Gelegen auf einem nach Südsüdost abfallenden Hang oberhalb von Gimmeldingen, profitiert der Weinberg vom stetigen Wind aus dem Klausental, der für gesunde, lange ausreifende Trauben sorgt. Im Untergrund befindet sich ein gewaltiges Kalkfelsmassiv, das im Tertiär entstand. Der Oberboden aus Terra fusca ist durchsetzt mit unzähligen Kalksteinen und einem besonderen Detail: Basalt aus dem Forster Pechsteinkopf, den einst die Familie von Buhl in den Weinberg einbrachte. Dieses seltene Zusammenspiel verleiht den Weinen Spannung, Tiefe und eine charakteristische mineralische Prägung.

Für den Spätburgunder 2022 wurden zwei Parzellen ausgewählt – teils bepflanzt mit Reben aus 1977, ergänzt durch eine 2008 gesetzte Parzelle mit französischer Massale-Selektion. Ende August startete die selektive Handlese. Für die Gärung wurden 90 Prozent der Trauben entrappt. Der Ausbau erfolgte über 18 Monate im Barrique, mit einem kleinen Neuholzanteil. Anschließend wurde ungeschönt und unfiltriert abgefüllt.

Im Duft offenbart sich bereits die Größe und Erhabenheit des Idigs: gut integriertes Holz, feine laktische Noten, dazu Rhabarber, Herzkirsche, Schlehe, Blaubeere – saftig und kühl. Feine Graphitnoten, getrocknete Kräuter, schwarzer Pfeffer und eine rauchige, kalkige Mineralität zeugen von Tiefe und Komplexität. Nichts ist laut – aber der Wein spricht Bände.
Am Gaumen nimmt er einen sofort in Beschlag: kompakt, körperreich, voller Spannung. Die Struktur wirkt wie aus einem Guss, mit feinkörnigem, dabei dichtem Tannin, das sich wie eine engmaschige Textur um die klare, kühle Frucht legt. Die Säure wirkt lebendig und vielschichtig, ohne je dominant zu sein. Die Mineralik ist kalkig, fast salzig. Geschmacklich spannt sich der Bogen von Blaubeere, Sauerkirsche und Schlehe bis hin zu Szechuan-Pfeffer, Kräutern und dunkler Würze. Es ist diese Paradoxie aus schwebender Stoffigkeit, entspannter Strenge und transparenter Dichte, die den Idig 2022 zu einem wahrhaft großen Spätburgunder macht.

Ein Großes Gewächs, das Generationen überdauern kann – und das Maß für die neue deutsche Spätburgunder-Kultur darstellt.

Sebastian Fehlinger vom vinocentral-Team, Juni 2025

Die Pfalz im sonnigen Südwesten Deutschlands ist mit rund 23.000 Hektar das zweitgrößte Weinbaugebiet des Landes – und eines der wärmsten. Geschützt vom Pfälzerwald reifen an der Deutschen Weinstraße, wo sogar Mandeln und Feigen gedeihen, kraftvolle und zugleich elegante Weine. Leitrebsorte ist der Riesling, den die Pfalz auf so viel Fläche wie keine andere Region anbaut; daneben glänzt sie mit Burgundersorten – allen voran großem Spätburgunder. Bei uns steht dafür eine breite Riege, überwiegend biologisch oder biodynamisch: von klassischen Spitzengütern der Mittelhaardt und der Südpfalz bis zu einer jungen, experimentierfreudigen Naturwein-Generation.

Pfalz

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