Seckinger Riesling Deidesheim Kieselberg Wurzelecht Bio 2022

Seckinger Riesling Deidesheim Kieselberg Wurzelecht Bio 2022

€55,00 EUR
Inhalt: 0,75 l (€73,33 EUR / 1 Liter)
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Seckinger Riesling Deidesheim Kieselberg Wurzelecht Bio 2022

Seckinger Riesling Deidesheim Kieselberg Wurzelecht Bio 2022

€55,00 EUR
Inhalt: 0,75 l (€73,33 EUR / 1 Liter)
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Region:
Pfalz
Weingut:
Seckinger
Jahrgang:
2022
Gebindegröße:
Weinflasche 0,75 l
Hinweis:
Ungewohntes Geschmacksbild, vegan
Alkoholgehalt:
12,5 % vol
Herkunft:
Deutschland
Rebsorten:
Riesling
Allergene:
Enthält Sulfite
Ausbau:
Handlese, Spontan vergoren im Stückfass, unfiltriert
Bio:
DE-ÖKO-039, Wein Bio Zertifiziert
Artikel-Nr.:
8247029

Verkostungsnotiz des Jahrgangs 2021:

Dass sogenannte „wurzelechte“ Reben heute eine echte Rarität sind, liegt an der Reblaus. Sie wurde in den 1860er-Jahren aus den USA nach Europa eingeschleppt und vernichtete hier binnen weniger Jahrzehnte weiteste Teil der Rebflächen, indem sie die Wurzeln der Pflanzen schädigte. Das einzige wirkungsvolle Mittel gegen die winzigen Plagegeister ist bis heute das Aufpfropfen der europäischen Reben auf resistente amerikanische Wurzelstöcke. Das ist der weinbauliche Standard. Nun gibt es aber bis heute einige wenige Flächen, wo sich die Reblaus nicht breitmachen konnte. Wo das der Fall ist, halten sich auch sogenannte „wurzelechte“ Reben. Ihnen sagt man unter anderem nach, eigenständigere, terroirtypischere und charaktervollere Weine hervorzubringen, als die aufgepfropften Hybriden. In Anbetracht dieses außergewöhnlichen Rieslings der fabelhaften Seckinger-Brüder ist man schwer geneigt, das zu glauben. 

Die weit über 60 Jahre alten wurzelechten und biologisch bewirtschafteten Riesling-Reben in der Lage Kieselberg sind der große Schatz der Seckingers. Sie gedeihen auf einem Hochplateau über Deidesheim auf einem von kleinen Kieseln und Buntsandstein durchsetzten Lössboden und haben gerade im außergewöhnlichen Cool-Climate-Jahr 2021 einen wirklich herausragenden Wein hervorgebracht. 

Selektive Handlese, eintägige Maischestandzeit, Spontangärung und Ausbau in Holzfässern mit Neuholzanteil – ohne Schönung oder Filtration gefüllt. 

Bereits frisch geöffnet präsentiert sich der Wein mit einem intensiven Bukett: Eher im Hintergrund agieren dabei gelbfruchtige Aromen von mürbem Apfel, Aprikose und Mandarinenschale wie auch ein Hauch rotfleischiger Weinbergpfirsich. Darüber liegt eine dichte, reduktive und rauchig-steinige Würze mit ätherischen Anklängen von Minze – ausgeprägt phenolisch, vermutlich auch etwas vom Holz getragen. Mit Luft bewegt sich das Ganze in Richtung Lakritz. 

Im Mund verbinden sich ein knackiger Säurenerv und salzige Mineralität mit schönem Grip auf der Zunge und feinem Schmelz im langen Finish. Kraftvoll, vielschichtig und zugleich geradezu schwerelos. Ein absoluter Spitzenriesling! 

Der Wein hat ein langjähriges Reifepotenzial. Zum jetzigen Zeitpunkt sollte man ihn unbedingt dekantieren beziehungsweise seine Entwicklung über mehrere Stunden oder auch Tage verfolgen!

Yook & Neser vom vinocentral-Team, Mai 2024

Die Pfalz im sonnigen Südwesten Deutschlands ist mit rund 23.000 Hektar das zweitgrößte Weinbaugebiet des Landes – und eines der wärmsten. Geschützt vom Pfälzerwald reifen an der Deutschen Weinstraße, wo sogar Mandeln und Feigen gedeihen, kraftvolle und zugleich elegante Weine. Leitrebsorte ist der Riesling, den die Pfalz auf so viel Fläche wie keine andere Region anbaut; daneben glänzt sie mit Burgundersorten – allen voran großem Spätburgunder. Bei uns steht dafür eine breite Riege, überwiegend biologisch oder biodynamisch: von klassischen Spitzengütern der Mittelhaardt und der Südpfalz bis zu einer jungen, experimentierfreudigen Naturwein-Generation.

Pfalz

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