Nikolaihof Riesling vom Stein Federspiel  Bio 2008 Late Bottled

Nikolaihof Riesling vom Stein Federspiel Bio 2008 Late Bottled

€62,00 EUR
 
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Nikolaihof Riesling vom Stein Federspiel  Bio 2008 Late Bottled

Nikolaihof Riesling vom Stein Federspiel Bio 2008 Late Bottled

€62,00 EUR
 
nur auf Vorbestellung im Laden verfügbar
Region:
Wachau
Weingut:
Jahrgang:
2008
Hinweis:
vegan
Alkoholgehalt:
12,0 % vol
Herkunft:
Österreich
Rebsorten:
Riesling
Allergene:
Enthält Sulfite
Ausbau:
6 Jahre in 1200 L. Fass
Bio:
Wein Bio Zertifiziert, AT-BIO-302
Artikel-Nr.:
8735031

Früher war es gang und gäbe, dass Weine über Jahre im Fass lagen, ehe sie getrunken wurden. Heute – und ganz besonders im deutschsprachigen Raum – wird schnellstmöglich gefüllt und der Stoff an den Mann respektive die Frau gebracht. Gut für den Cashflow – schlecht für die Weinkultur. Doch dazu hat die Weinbranche die Konsument*innen über Jahrzehnte erzogen und ein Großteil von ihnen scheint heute zu glauben, dass ein Wein besser vernichtet werden sollte, ehe er die Pubertät, geschweige denn so etwas wie „Reife“ erreicht. Für die entsprechend auf schnellstmöglichen Verbrauch getrimmte Massenware, die ihre Beschaffenheit vor allem dem önologischen Zauberkasten verdankt, ist das sicherlich richtig. Doch wird in dem Zuge auch gerne Spitzenweinen viel zu früh der Garaus gemacht. Gegen diese Unsitte setzen seit einigen Jahren sogenannte „Late Releases“ ein Zeichen. Und der Nikolaihof mit seiner rund 2.000-jährigen Weinbaugeschichte ist ein absoluter Vorreiter auf diesem Gebiet. 

Die Rieslingtrauben gediehen im wettertechnisch schwierigen Jahr 2008 in der Ried Vom Stein auf Lehm, Löss und Donauschotter. Anstatt bei weniger günstigen Jahrgängen önologisch einzugreifen, setzt man im Nikolaihof darauf, den Weinen die Zeit zu lassen, sich aus eigener Kraft zu entwickeln – ohne Eingriffe oder Zusätze außer etwas Schwefel. Und zwar auch viel Zeit, wenn der Wein das will. 

So lagerte dieser Riesling nach der Spontangärung etwas mehr als sieben Jahre im großen Holzfass, ehe er im Dezember 2015 gefüllt wurde. Um die enorme Langlebigkeit eines solchen Weins zu beweisen, wurde ein kleiner Teil der Charge zurückgehalten und schließlich erst ab 2024, also nach rund 16 Jahren vermarktet. Und dieser Tropfen ist ein absolutes Faszinosum, gewissermaßen alterslos. 

Im vielschichtigen, überaus subtilen Bukett finden sich dunkelwürzige Noten von reifer Frucht, teils gedörrt, aber auch von Buttergebäck und Karamell. Dazu Anklänge von frischen Haselnüssen, Pilzen, getrockneten Kräutern und rauchig-mineralische sowie leicht jodige Töne. Im Mund zeigt sich der Wein dicht und geradezu straff, mit dezenter erdiger Mineralität, zartem Schmelz, guter Struktur, feinstem Tannin und einer unglaublichen Frische im langen Finish. 

Bitte beachten: Es handelt sich hier um einen Wein mit sehr subtilen Qualitäten, in die man sich vertiefen muss, um sie wertschätzen zu können. Ein Wein für Kenner*innen und solche, die es werden wollen. Er ist noch sehr lebendig und verändert sich über Stunden. Bestimmte Geschmackseindrücke treten dabei in den Hintergrund, andere verstärken sich. Sein vergleichsweise hoher Preis ist in Anbetracht der langen Lagerzeit und des einmaligen Erlebnisses mehr als gerechtfertigt. 

Yook und Neser vom vinocentral-Team, Januar 2025

(Der Begriff „Federspiel“ bezeichnet in der Wachau übrigens die mittlere Weinklassifikation mit bis zu 12,5 Vol.-% – zwischen den leichteren „Steinfeder“- und den schwereren „Smaragd“-Weinen, die dann mehr als 12,5 Vol.-% aufweisen müssen.)

Die Wachau in Niederösterreich, wo sich die Donau zwischen Melk und Krems durch ein enges Tal windet, zählt zu den berühmtesten Weißweinregionen der Welt – die Kulturlandschaft ist sogar UNESCO-Welterbe. An steilen Terrassen aus Urgestein (Gneis) und Löss reifen zwei Sorten zu Weltklasse: der würzige Grüne Veltliner und der feine, mineralische Riesling. Warme Tage und kühle Nächte über dem Fluss verleihen den Weinen ihre Spannung und Langlebigkeit; ihre Kraftstufen heißen hier Steinfeder, Federspiel und Smaragd. Bei uns stehen dafür zwei Güter: ein uralter Biodynamik-Pionier und ein moderner Maßstab der Region.

Nikolaihof

Nikolaihof

So viel Geschichte gibt es in kaum einem anderen Weingut. Mit einem Alter von fast 2.000 Jahren ist der Nikolaihof das älteste Weingut Österreichs. Spezialität des Hauses sind sogenannte „Late Releases“, also Weine, die über mehrere, in manchen Fällen auch bis zu 20 Jahre im Holzfass reifen, ehe sie gefüllt werden. ….......
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