Da der Berg von oben nach unten verwittert, sind die Böden weiter oben am Dernauer Hardtberg deutlich magerer als im darunter liegenden Pfarrwingert. Doch das ist kein Problem, im Gegenteil: „Die Rebe soll kämpfen, das tut ihr gut“, erklärt Benedikt. „Die Weinstöcke müssen in Konkurrenz sein und sich durchsetzen, wie in der freien Natur. Das macht die Trauben sehnig, den pH-Wert niedrig – und die Weine lagerfähig.“
Den Lagenweinen ist das Lagerpotenzial deutlich anzumerken. Mit ihrer seidigen Struktur bereiten sie aber auch schon jetzt großes Trinkvergnügen. Die Spätburgunder Mönchberg, Forstberg, Pfarrwingert, Rosenthal, Trotzenberg, Sonnenberg, Goldkaul – haben uns alle rundum begeistert. Und das, obwohl das Ende der Fahnenstange noch gar nicht erreicht ist: Denn bisher trat der Spätburgunder von Julia und Benedikt – kaum war er eingemaischt – aus Platzmangel eine rund 240 Kilometer lange Reise nach Klingenberg am Main an, um in Benedikts ehemaligem Keller zu reifen.
Doch damit ist bald Schluss, denn endlich hat das junge Winzerpaar im engen Ahr-Tal einen Ort gefunden, wo es ein neues Kellergebäude bauen kann. Nicht auszudenken, welche Qualitätssteigerung hier noch zu erwarten ist, wenn die langen Transportwege wegfallen! Ein Platz unter den Spitzen-Weingütern der Ahr ist ihnen jetzt schon sicher. Die Pole Position in Aussicht!
Ein neues Fass für Bertram-Baltes
Wie so viele Menschen an der Ahr hat die Hochwasser-Katastrophe auch die Winzer*innen Julia und Benedikt vom Weingut Bertram-Baltes schwer getroffen. Wir möchten helfen. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Mehr lesen